Mut zur Langeweile – So ein Quatsch!?

Was kann schon Mut mit Langeweile zu tun haben? Wer Langeweile hat muss doch krank sein, oder?! Ich meine im Sinne von Lethargie, Depression oder so. Nie gab es so viele  Möglichkeiten sein Zeit „sinnvoll“ zu verbringen. Ja, sinnvoll und genau hier fängt der Druck allerdings an. Soll ich lieber ins Kino, ins Theater gehen, Sport machen, mich mit einer Freundin treffen, in die Sauna, zum Englischkurs gehen, … oder doch lieber … ?

Was machst Du heute eigentlich noch so? Hm, eigentlich wollte ich nur noch einkaufen und dann nichts weiter tun. Uups. Kann ich das überhaupt sagen, oder denken jetzt ALLE wie langweilig ist die denn? Manchmal bekommt man schon ein schlechtes Gewissen, wenn man in Facebook ist. Alle machen gerade was ganz tolles, was Besonderes. Ich könnte es ja wie Mozart halten.

Nichts tun geht gar nicht, oder doch?  – Von der Kunst absichtlich langweilig zu sein

Mozart hat 1770, damals war er 14 Jahre alt, in sein Tagebuch geschrieben:„Gar nichts erlebt. Auch schön.“ Ja, irgendwie unvorstellbar, oder? Wir haben das Nichtstun inzwischen aus unserem Leben verbannt. Stillstand ist schon lange Stigma. Allgemeine Beschäftigung ist auf der Tagesordnung. Und überhaupt, der erfolgreiche Mensch hat immer etwas zu tun und zwar etwas „Sinnvolles“.  Kennst Du noch einen Menschen, der sich über Langeweile beklagt? Im Gegenteil, auch die Freizeitaktivitäten werden durchgeplant und meist ist die „To do Liste“ länger, als die zur Verfügung stehende Zeit. Egal was wir tun, die Unzufriedenheit lauert, denn die Möglichkeiten sind unerschöpflich. Doch wenn wir in diesen Sog geraten, werden wir zu Getriebenen. Wie unerträglich kann es sich dann anfühlen, nichts zu tun? Ohne Beschäftigung zu sein, ohne Geschäft, lässt uns Leere fühlen. Wir sind dann mit uns selbst konfrontiert. Doch genau dann, wenn wir dem Tun – Modus entfliehen entstehen Gedanken und kreative Prozesse. Was wären wir ohne diese Momente?

Von der Wiederentdeckung der Langeweile

Die Schönheit des Nichts wieder zu finden, Langeweile zu entdecken hat etwas. Mit Mut können wir die Langeweile wieder zulassen, um sie gesellschaftlich wieder zu etablieren.  Goethe hat trefflich formuliert: „Die Langeweile ist die Mutter aller Musen.“ Aus dem Nichts mag Großes entstehen oder zumindest eine geistige Zentrierung erwachsen, die uns wieder fokussiert in die Welt der Möglichkeiten entlässt. Weihnachten ist eine Zeit, die uns einlädt, den Versuch zu starten seinen Sinn für Momente auch im Nichtstun zu finden. Nichts wollen, nichts müssen, nichts tun heißt sein. Ich freue mich auf diese Momente. Und was machst Du so?

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Bis morgen zum nächsten vorweihnachtlichen Mutimpuls.

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