Mut zum Durchhalten

Kennt Ihr das, das Ziel ist edel, die Begeisterung groß: Also frisch und froh gestartet. Aber dann … Die Luft ist raus, es wartet ein anderes Projekt mit mehr Zugkraft, es ist anstrengend geworden. Was auch immer. Irgendwie möchte man schon aufgeben, doch die innere Stimme ruft: „Durchhalten!“ Aufgeben scheint keine Alternative zu sein, obwohl alles irgendwie nur noch schwer ist. Meine Großmutter pflegte zu sagen: „Augen zu und durch.“. Ja klar, in diesem Satz steckt viel Wahrheit drin. Doch woher können wir denn wissen, ob uns gerade trügerisch der innere Schweinehund verführt, oder es vielleicht tatsächlich Sinn macht, sich ehrlich vom Vorhaben zu verabschieden?

Auf das Thema Mut zum Durchhalten, bin ich übrigens aus aktuellem Anlass gekommen. Als ich letzte Woche auf einen verspäteten Kunde wartete kam mir die wunderbare Idee Euch jeden Tag einen kurzen Mutimpuls in Wort ( Blogpost) und Audiobeitrag (Podcast) zu schenken: 24 X Mut, 24 kleine Mutimpulse, 24 Mutausbrüche. Gedacht getan! Mit Begeisterung habe ich den ersten Beitrag dieser Aktion aufgenommen und hier auf dem Mutausbruch – Blog ins Netz gestellt. Wie es allerdings mit „ungeplanten“ Aktionen ist, merkte ich schon am 2. Tag. Es wurde zeitlich ziemlich eng und ich verspürte innerlich Druck. Meine erste Reaktion auf das unangenehme Gefühl war der Gedanke: „Dann ist es eben so – Punkt.“ Als ich dann gestern die Termine für die nächsten 2 Wochen angeschaut habe, wurde mir doch ein wenig mulmig. Und dann waren sie da, die inneren Stimmen: „Oh Gott, wie will ich das eigentlich schaffen?“ Wie konnte ich nur so überspontan und unüberlegt loslegen?“ „Warum mache ich das eigentlich“? Nach diesen chaotischen Gedanken, habe ich mich erst einmal zurückgelehnt. Aufgeben?

Hört gern mal rein:

Aufgeben ist doch nicht schlimm

Dann gebe ich eben auf.  Zusätzlicher Stress in der Vorweihnachtszeit? Dazu habe ich wirklich keine Lust. Was soll schon passieren?! Schließlich habe ich nächste Woche 3 Trainingstage und dazu Einzelcoaching´s, Grund genug.

Gut ging es mir mit dem Gedanken, des Aufgebens – jedenfalls nicht. Warum? Weil ich mich plötzlich mit Begeisterung schreiben sah, weil ich das Bild vor mir hatte, wie ich voller Freude meinen Podcast aufnehme. Ohne Frage, diese kleinen Mutimpulse bereiten mir unheimlichen Spaß, gerade weil sie förmlich aus mir heraus fließen, ganz ohne Absicht, ohne einer sorgfältigen Blogplanung zu entspringen. Das aktuelle Mutthema der Challenge ist immer das, was mir gerade spontan durch den Kopf geht. Die Entscheidung war getroffen.  Nein aufgeben ist keine Option! Dafür habe ich mir vorgenommen zu schauen, wo ich tagtäglich ein Zeitfenster gewinnen kann. Was dann passierte, ist großartig. Der Stress war plötzlich als Kopfkino enttarnt und es fühlte sich wieder gut an. Ich hatte mich dafür entschieden, -nachträglich- ganz bewusst und mich eben nicht wie ursprünglich, aus einem Impuls gefühlt ins Chaos gestürzt.

Walk your talk – wenn Aufgeben keine Option ist

Dieses Beispiel hat mir wieder einmal gezeigt, wie sehr uns Begeisterung antreibt und Motivation schafft. Sicher, wird es zeitlich trotzdem eng werden, allerdings ist meine Haltung dazu eine andere. Mein Merksatz: Auf keinen Fall in Selbstweifel fallen und Selbstsabotage in Form von Gedanken wie – „Das schaffe ich sowieso nicht.“ – zulassen. Die Frage nach dem WARUM hilft uns immer wieder zu erkennen, wie wichtig es ist, auf das Wesentliche zu schauen. Ein WARUM stärkt unsere Willenskraft durchzuhalten, es versorgt uns mit positiver Energie. Je stärker unsere Absicht ist und je optimistischer unsere Beurteilung der eigenen Kräfte, um so höher ist die Aussicht durchzuhalten, auch wenn ein paar Steine im Weg liegen. Ich bin im Nachgang froh, diese Zweifel durchlebt zu haben und mich nun wieder mit der Anfangsbegeisterung in das Projekt begeben habe. „Durchhalten“ um jeden Preis hätte mir die Aktion wahrscheinlich vermiest und den Hörern und Lesern damit garantiert auch. Um Missverständnissen vorzubeugen, mein Selbstversändnis zum Aufgeben: Aufgabe ist nicht unbedingt ein Zeichen von Schwäche, sondern sollte Anlass sein mutig genau drauf zu schauen. Vielleicht wägst Du beim nächsten „Schwächeln“ einfach mal ab und erreichst Klarheit:

  1. Kläre Dein Warum?
  2. Was ist der Preis, den Du zahlst, wenn Du weiter machst?
  3. Was ist Dein Gewinn / der Gewinn für „Andere“, deine Kunden etc.?
  4. Was ist der Preis, den Du zahlst, wenn Du aufgibst?

Und wenn Du Dich mutig für ein „Durchhalten“ entschieden hast, dann frage Dich:

  1. Wie kannst Du Dein Programm verfeinern?
  2. Wie kann es leichter werden?

Willenskraft als Motivationsmotor kann man trainieren

„Wenn man die Motivation mit einem Motor vergleicht, dann ist die Volition der dazu notwendige Treibstoff. Mit anderen Worten: Willenskraft ist positive Energie; sie ist wesentlich mächtiger als negative Energie, die sich aus Ängsten, der Vermeidung von Nachteilen oder aus (äußeren) Zwängen speist.“ Prof. Dr Waldemar Pelz

Wenn Ihr Euch für das Thema Willenskraft (Volition) interessiert und mehr dazu wissenmöchtet, dann lege ich Euch das Buch von Michael Langheinrich: Willenskraft – Wenn Aufgeben keine Alternative ist  

ans Herz. Übrigens hatte ich Michael schon hier auf dem Mutblog im Mutausbrüche – Interview. Hört gern nocheinmal rein: Michael Langheinrich über Mut

Wenn Dir die Mutausbrüche gefallen, dann bleib uns – den Mutausbrüchen – weiter treu und sage gern Danke mit einer ***** Bewertung und Rezension auf  i-tunes

Bis morgen zum nächsten vorweihnachtlichen Mutimpuls.

Nur Mut, ich mache mutig weiter 🙂 Simone Gerwers

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