Mutausbrüche – Fehlender Mut dein eigenes Ding zu starten und was du dagegen tun kannst

Michael Dohlen ist Sidepreneur mit Leib und Seele. Und weil er so dafür brennt, wirbt er mit seinem Gastbeitrag zu mehr Mut sein Leben in die Hand zu nehmen. Ich freue mich, dass er neben seinem Beitrag zum Thema Mut auch für das Mutausbrüche – Interview zur Verfügung gestanden hat. Hört mal rein:

Michael Dohlen im Interview zu Mutausbrüchen:

Hier geht es zum Gastbeitrag:

Mutausbrüche – Fehlender Mut dein eigenes Ding zu starten und was du dagegen tun kannst

Wir alle tragen Träume in uns, die unterschiedlichster Art sein können. Vielleicht träumst du von einer Weltreise, möchtest dein eigenes Buch schreiben, oder endlich den Start in die Selbstständigkeit angehen. Diese oder ähnliche Träume haben wir alle in uns, doch nur die wenigsten von uns verwirklichen sie.


Warum ist das so?

Ein sehr häufiger Grund dafür ist fehlender Mut. Um uns das nicht eingestehen zu müssen, sind wir sehr schnell dabei, Ausreden zu erfinden. Um unser Gewissen zu beruhigen, verschwenden wir die Energie, die wir für die Erfüllung unseres Traumes gut hätten nutzen können. Dabei träumen wir so gern. Uns fallen so tolle Dinge ein, die wir irgendwann einmal tun möchten und auch könnten, würden wir erst einmal unseren großen Traum leben.

Stattdessen zerstören wir unsere Träume durch all die Zweifel und all die überspitzten Dramen, die wir uns in unserem Kopf ausdenken. Wir sind so davon überzeugt, dass alles schief gehen und die erdachten schlimmen Dinge über uns hereinbrechen werden, dass wir nie den Mut finden, um den ersten Schritt zu machen.

Um aus diesem Kreis von Zweifeln auszubrechen und endlich zu beginnen, unsere Träume zu realisieren, gebe ich dir drei hilfreiche Denk- und Herangehensweisen:

  1. Male dir das Schlimmste aus, was passieren kann
  2. Starte möglichst klein
  3. Finde alternative Wege, ans Ziel zu kommen

1. Male dir das Schlimmste aus, was passieren kann

Um dir das Schlimmste auszumalen, das passieren kann, musst du den ersten Schritt unternehmen – und sei es auch nur in Gedanken. Stell dir einfach vor, du lebst deinen Traum bereits. Starte in deine Selbstständigkeit oder besteige das Flugzeug, mit dem du deine Weltreise antrittst. Das alles machst du aber nur in deinem Kopf, denn du selbst bist dabei sicher bei dir zu Hause.

Und jetzt lass all deinen Zweifeln freien Lauf. Stell dir alle schlimmen Dinge vor, die dir einfallen. Egal wie absurd es dir beim näheren Betrachten auch vorkommen mag, schreibe alles auf, was dir Angst macht, alles was dich davon abhält, deinen Traum anzugehen.

Diese Liste nimmst du nun als Ausgangspunkt für deine Gedankenreise. Nimm dir Punkt für Punkt vor und spinne sie weiter. Wenn du zum Beispiel fürchtest, nach 3 Monaten in der Selbstständigkeit pleite zu sein, was passiert dann? Verlierst du deswegen sofort deine Wohnung? Geht deine Partnerschaft deshalb in die Brüche, musst du auf der Straße leben und bekommst nie wieder einen Job? Wirst du einsam und allein unter einer Brücke enden, nur weil du mit deiner Selbstständigkeit gescheitert bist? Schreibe wieder alles auf und schmücke jeden Punkt so schlimm wie möglich aus.

Wenn du damit fertig bist, lass die Liste eine Nacht lang liegen, schlafe darüber und sieh sie dir am nächsten Tag noch einmal an.

Findest du die Szenarien die du aufgeschrieben hast, immer noch realistisch? Denkst du, dass es genau so passieren wird? Wenn du scheiterst, ist das wirklich so schlimm, wie du gestern noch befürchtet hast?

Auf diese Art und Weise kannst du viele Zweifel und negativen Gedanken als Fälschung enttarnen. Wenn du selbst sie ad absurdum führst und dir die aufgeschriebenen schlimmsten Szenarien am nächsten Tag noch einmal durchliest, wirst du erkennen, dass die zu befürchtenden Konsequenzen nicht mal halb so schlimm sind, wie du es dir ausmalst. Wir neigen dazu, Angst und Zweifel in unserem Kopf zu potenzieren und je länger du mit der Realisierung deines Traums wartest, desto mehr schaukelst du dich innerlich hoch. Die Übung mit der Liste sorgt dafür, die aufgeputschten Ängste wieder abzubauen und einen klaren Kopf zu bekommen.

2. Starte möglichst klein

Ein weiterer Grund für verschobene Träume ist die Größe des Traumes und der damit verbundenen Aufgabe. Es heißt immer „dream big“ (träume groß) und genau das sollst du auch tun. Trotzdem kann es passieren, dass dann genau die Größe des Traumes das ist, was dich von seiner Erfüllung abhält. Du siehst diesen Berg an Arbeit und Kraft, den es kosten wird, um dich deinem Traum näher zu bringen. Die Herausforderung scheint riesig groß und nicht zu meistern für dich. Schließlich bist du ja nur du. Deshalb ist es wichtig, so klein wie nur möglich zu starten.

Zerlege deinen großen Traum oder die große Herausforderung in viele Pakete, die du so klein wie möglich schnürst. Ein kleines Paket ist für dich greifbar, überschaubar und entmutigt dich nicht so schnell.

Ideen zur Selbstständigkeit:

Versuche, mit einem minimalen Angebot an den Markt zu gehen. Mit diesem Angebot versuchst du einen einzigen Kunden zu gewinnen, der mit deinem Produkt oder deiner Dienstleistung zufrieden ist. Danach suchst du einen zweiten Kunden, einen dritten und so weiter.

Ideen, um ein Buch zu schreiben:

Vergiss dass du ein ganzes Buch schreiben willst und zerlege dein Thema in Kapitel und Unterkapitel. Nimm dir vor, täglich 500 – 800 Wörter zu schreiben. Verliere dich nicht in langen Korrekturen oder Überarbeitungen. Schreib zuerst dein Buch und korrigiere dann.

Ideen zur Weltreise:

Beginne damit, die ersten Euro für deine Weltreise zu sparen. Fang außerdem an, die ersten kleinen Dinge zu organisieren, indem du zum Beispiel deine Wunschroute festlegst, dich nach den erforderlichen Dokumenten erkundigst und dir erste Gedanken darüber machst, was du alles auf dieser Reise benötigst.

Je kleiner diese Pakete sind, umso eher traust du dich, sie anzugehen. Je eher du sie angehst, desto schneller wirst du die ersten Erfolgserlebnisse haben. Erfolgserlebnisse setzen neue Motivation frei, um die kommenden Herausforderungen meistern zu können. Mit jedem Problem das du löst, wird das kommende zwar größer, aber sobald du den ersten Schritt von null auf eins gemacht hast, kommt dir jeder weitere Schritt einfacher und nicht mehr so beängstigend vor.

3. Finde alternative Wege, ans Ziel zu kommen

Viele Wege führen nach Rom, wie es so schön heißt. Außerdem heißt es, dass du auf dem Weg dir deinen Traum zu erfüllen, auf jeden Fall Rückschläge haben wirst. Das bedeutet, dass du irgendwann auf Probleme stößt, die dich zurück werfen. Einige schubsen dich nur ein paar Schritte zurück und du kannst dich wieder aufrappeln und es nochmal versuchen. Andere versperren dir den kompletten Weg, so dass er für dich verschlossen bleibt.

Probleme und Hindernisse sind unvermeidbar und wir alle müssen lernen, mit ihnen umzugehen. Anstatt dich davon entmutigen zu lassen, gewöhne dir an, alternative Wege zu finden. Dafür darfst du dich nicht aufs Problem fixieren, sondern musst lernen, das Problem zwar zu sehen, dich dann aber auf eine Lösung zu konzentrieren.

Vielleicht siehst du zu Beginn deiner Reise nur diesen einen Weg, um deinen Traum zu erfüllen. Aber für jede Reise gibt es immer mehrere Wege. Du musst nur die Augen öffnen und dich darauf konzentrieren, sie auch zu sehen. Hinter jedem scheinbar unlösbaren Problem befindet sich ein alternativer Weg versteckt. Das kann ein Kompromiss sein, eine Auszeit, eine neue Herangehensweise, oder auch etwas völlig anderes.

Lass dich von einem Rückschlag nicht entmutigen, sondern sieh dich stattdessen nach einem weiteren Weg um. Nimm notfalls lieber einen Umweg in Kauf, als auf deinen Traum zu verzichten.

Mach dich auf den Weg zu deinem Mutausbruch

Als Sidepreneur selbst und im Austausch mit anderen Personen, die sich ihren Traum von einer Selbstständigkeit zunächst nebenberuflich erfüllen, erlebe ich immer wieder, das klein zu starten wahre Mutausbrüche hervorruft.

Ich hoffe, mein Beitrag sorgt auch bei dir für einen kleinen Mutausbruch.

Ebenfalls als Auslöser für Mut und Zuversicht sind Personen, die uns auf unserer Reise begleiten, eine ähnliche Reise erfolgreich erleben oder erlebt haben und ihre Erfahrungen gerne mit uns teilen.

Umgib dich mit vielen dieser Personen, denn wie Jim Rohn sagte „sind wir der Durchschnitt der 5 Personen, mit denen wir die meiste Zeit verbringen“. Suche dir also Mitreisende für deine Weltreise, eine Mastermind Gruppe für deine Selbstständigkeit oder eine Autorengruppe auf dem Weg zu deinem ersten Bestseller.

Ich wünsche dir auf diesem Weg viel Erfolg, zahlreiche Mutausbrüche und motivierende Träume!

Mehr über Michael Dohlen findet Ihr unter: sidepreneur.de

Ich sage Danke an Michael Dohlen und freue mich, wenn es Dir gefallen hat und Du die Mut-ausbrüche medial verbreitest und natürlich auch über Deinen Mutausbruch!

Nur Mut, Eure Simone Gerwers

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Mehr zu Simone Gerwers  und coaching4change :  www.coaching4change.eu