Mut ist das Trotzdem im unerwarteten Moment

…. sagt Katja Kerschgens und ist es. Ich freue mich Euch Katja und Ihren Mutausbruch vorstellen zu dürfen. Katja Kerschgens ist eine wahre Mutmacherin. Unbedingt reinhören: Das Mutausbrüche – Interview mit der Redenstrafferin:

Der Gastbeitrag:

Durchgeknallt! Das ging sicherlich einigen Bekannten und Verwandten vor knapp 15 Jahren durch den Kopf. Sich aus einer nahezu unkündbaren Stelle heraus selbstständig machen – und dann auch noch mit der Diagnose einer unheilbaren, chronischen Krankheit im Gepäck? Das Kopfschütteln um mich herum war unüberhörbar.

Ich kann nur sagen: Zum Glück habe ich es gemacht! Bis heute bin ich mir sicher, dass es eine der besten Entscheidungen meines Lebens war. Und dank Simone Gerwers weiß ich heute, dass das ein Mutausbruch war.

Ja, ja, Autokorrektur, das Wort kennst du natürlich nicht. Du gehst ja auch lieber auf Nummer Sicher, bleibst auf den ausgelatschten, altbekannten Pfaden. Alles Neue und Unbekannte unterschlängelst du in Rot.

Leben mit Autokorrektur?

So verlaufen die meisten Leben: Auf vermeintlich sicheren Wegen. Lieber nicht aus der Reihe tanzen. Am besten auf Nummer Sicher gehen.

Aber wenn wir uns immer nach der Autokorrektur des Lebens richten, dann sind neue Wörter wie „Mutausbrüche“ oder neue Lebenswege undenkbar. Und was wird dann aus den Träumen der Kindheit? Wir haben nur zwei Leben: Das zweite beginnt dann, wenn wir merken, dass wir nur eines haben. So kann es ein Schicksalsschlag sein, eine Trennung, eine Kündigung, eine Krankheit, was uns die Augen öffnet für das, was uns wirklich wichtig ist.

Und so habe ich mich damals – wenige Jahre nach der Diagnose Multiple Sklerose (MS) – mit einem leeren Blatt Papier hingesetzt und überlegt:

  • „Was kann ich am besten?“
  • „Was davon macht mir am meisten Spaß?“
  • „Was davon lässt sich als Dienstleistung verkaufen?“

Dabei kam unter anderem Rhetoriktraining heraus. Frei nach dem Motto: Ich kann vor Menschen reden, dann kann ich es auch anderen beibringen. Blauäugig? Ja sicher! Hat es funktioniert? Aber hallo! Weil ich die Autokorrektur abgestellt habe – und dafür viele andere Dinge aktiviert habe, aber das sprengt diesen Blogbeitrag… 😉

Weg mit dem „aber“ – hin zum „trotzdem“!

Es ist eine Frage der Perspektive, ob ich etwas als Grenzzaun oder als Wegweiser ansehe. In einem Interview wurde ich letztens mit der obligatorischen Frage konfrontiert: „Bedeutet Multiple Sklerose nicht das Ende der Berufslaufbahn?“ Meine Antwort war: „Da frage ich provokant zurück: Wieso sollte sie? Ich sage immer: Weitermachen im Rahmen der Möglichkeiten. Wir alle sind nicht Opfer der Umstände, sondern Gestalter der Umstände. Das fällt nicht immer leicht, aber quengeln und jammern macht mich auch nicht gesund. Eher im Gegenteil.“

In diesem Sinne: Mut ist das Trotzdem im unerwarteten Moment!

Die Autorin

Katja Kerschgens, M.A. – die Redenstrafferin – ist Germanistin, Autorin, Rhetorik- und Schlagfertigkeitstrainerin. Seit über 20 Jahren lebt sie mit der Diagnose MS und macht es mittlerweile auch auf Bühnen zu ihrem Thema, wo sie ihren Lebensmut mit Lebensbotschaften für ihre Zuhörer verbindet.

www.DieRedenstrafferin.de 

Statt Opferrolle  – Gestalter der Umstände werden. Katja Kerschgens Du bist mutig und Mutmacherin zugleich. Liebe Katja, ich sage Dir und für Deinen Beitrag zum Thema Mut ganz herzlich Danke!

Nur Mut, Eure Simone Gerwers

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Mehr zu Simone Gerwers  und coaching4change :  www.coaching4change.eu